Methoden und Konzepte


Eine Auswahl in unserer Praxis für Ergotherapie angewandter Methoden und Konzepte


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Elterntraining / Triple P


Für Eltern von Kindern im Alter bis 12 Jahren (Triple P = Positive Parenting Program)

Das Triple-P Elterntraining ist für alle Eltern entwickelt worden, die nach Anregungen und Ratschlägen suchen, um mit Problemverhalten ihrer Kinder besser umgehen zu können. In diesem achtwöchigen Training wird aufgezeigt, was positive Erziehung bedeutet und wie die positive Beziehung zwischen Eltern und Kind wieder hergestellt werden kann.

Die Eltern bekommen Strategien vermittelt, wie sie mit Problemverhalten oder Problemsituationen im Alltag besser umgehen können und der Kontakt mit dem Kind wieder positiver wird.

Inhalte:

  • Was ist positive Erziehung?
  • Ursachen von Verhaltensproblemen
  • Systematische Verhaltensbeobachtung
  • Entwicklung positiver Beziehung
  • Förderung von angemessenem Verhalten
  • Erlernen von neuen Fertigkeiten und Verhaltensweisen
  • Umgang mit Problemverhalten
  • Umgang mit Risikosituationen

Aufbau: 4 Gruppenstunden (á 2 Stunden) und 4 Telefonkontakte

Hirnleistungstraining


Aufgrund neurologischer oder psychiatrischer Erkrankungen kann es zu Einschränkungen der Hirnleistungen kommen. Es können z.B. die Konzentrations-, Merk- und Lernfähigkeiten, Ausdauer, etc. betroffen sein. Durch ein Hirnleistungstraining können diese Bereiche gezielt trainiert werden. In vielen Fällen, je nach Krankheitsbild, kann so einer weiteren Verschlechterung vorgebeugt werden oder eine Verbesserung erzielt werden.

Ein Hirnleistungstraining kann in Gruppen oder Einzeltherapien von Ihrem Arzt verordnet und von Ergotherapeuten durchgeführt werden. In der Regel findet das Hirnleistungstraining an zwei Terminen in der Woche á 30 – 45 Minuten statt.

Es wird entweder mit den Computerprogrammen “Rehacom” und “Cogpack” gearbeitet oder in Form von Papier + Stift-Aufgaben, Spielen, etc. durchgeführt.

LSVT® BIG


Lee Silverman Voice Treatment BIG (BIG steht für Gross)

LSVT® BIG ist ein intensives amplitudenbasiertes Übungsprogramm für die Motorik von Extremitäten und Rumpf. Die Trainingsmethode kommt aus den USA und beruht auf den Grundlagen des LSVT® LOUD (ein Übungsprogramm für das Sprachmotorische System.)

Es geht um Verbesserung der Lebensqualität von Parkinsonpatienten. Mit LSVT® BIG werden sowohl die motorischen als sensorischen Einschränkungen, die zu Bradykinese und Hypokinese beitragen, behandelt. Das Gleichgewicht und Gangsicherheit werden damit durch spezielle Übungen verbessert und optimiert.

Das Übungsprogramm findet 4 Wochen lang an 4 aufeinander folgenden Tagen statt (Einzelstunde a 60 Min.) inkl. intensiver Hausaufgaben.

Sensorische Integrationstherapie


Sensorische Integration (SI) bezeichnet den Vorgang der Wahrnehmungsverarbeitung. Der Begriff drückt aus, dass ein Kind die mit seinem Nervensystem aufgenommenen Informationen aus den Sinnessystemen so für sich nutzen kann, dass es situationsgerecht handeln kann.

Mit Störung der Sensorischen Integration bezeichnet man die unzureichende Fähigkeit eines Kindes, seine Sinnesinformationen (Bewegungs- oder Berührungswahrnehmung, Hören, Sehen etc.) für situationsangemessene Handlungen und Verhalten zu nutzen. Äußerlich völlig gesund, fallen dem Kind Lernen und Handeln schwer. Fehler werden nicht bemerkt und wichtige das Nervensystem strukturierende Erfolge bleiben aus. Kinder verlieren durch häufige Misserfolge ihren Mut und ihre Entdeckungslust, wirken zurückgezogen oder distanzlos. Sie zeigen eingeschränkte Fähigkeiten sich alleine zu beschäftigen und sind unselbständig.

In der Ergotherapie wird im Rahmen einer ergotherapeutischen Befunderhebung je nach der von Eltern und Kind umschriebenen Alltagsproblematik das Bewegungs- und Spielverhalten, die Handlungs- und Alltagskompetenz sowie Aufmerksamkeit und Ausdauer des Kindes analysiert.

Anhand von Verhaltensbeobachtungen, Koordinationstests und Aufgabenstellungen, die Strategie, Aufmerksamkeit und Ausdauer verlangen, werden die SI-Fähigkeiten bzw. mögliche Einschränkungen untersucht.

Ziele der Behandlung

Die Ziele der SI-Behandlung orientieren sich an den Alltagseinschränkungen, bauen aufeinander auf und werden mit den Eltern abgesprochen. In der Therapie werden die inneren Antriebskräfte des Kindes erkannt und dazu genutzt, um die Entdeckungsfreude im Kind zu wecken, die ihm gestellten Aufgaben mit wachsender Spielkompetenz zu lösen. Das sieht häufig wie Spielen aus, da Bewegung und Spiel die alltäglichen Betätigungen und damit das "Lernfeld" des Kindes sind.

Durch das adäquat ausgewählte Betätigungsangebot wird in der Therapie die Fähigkeit des Kindes gefördert, "kleine Knoten" lustvoll zu lösen und damit die einströmende Sinnesinformation in seinem Nervensystem zu nutzen, zu ordnen, d.h. zu integrieren.

Quelle: Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.

Weitere Methoden (Beschreibung folgt)

Videogestützte Verhaltenstherapie, Marburger Konzentrationstraining, Bobath, Affolter, Inklusion/ Integration, Diagnostik